Berufshaftpflichtversicherung

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Berufshaftpflichtversicherung

Einige Sachversicherungspolicen vermitteln dem Versicherten das gute Gefühl, bei einem eventuellen Schadensfall ordentlich abgesichert zu sein. Die Berufshaftpflichtversicherung ist hingegen für bestimmte Berufszweige gesetzliche Pflicht. Das trifft auf Selbstständige und Freiberufler zu.


Was versichert ist

In erster Linie deckt eine Berufshaftpflichtversicherung das Haftungsrisiko und Pflichtverletzungen ab. Sie ist eine Haftpflichtversicherung für bestimmte Berufe: Beratende Berufe können durch eine eventuelle falsche Beratung Vermögensschäden anrichte – und die Berufshaftplicht tritt für solche Schäden ein. Die korrektere Bezeichnung einer Berufshaftpflichtversicherung ist der Begriff „Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung“.

Versicherer gewähren mit einer Berufshaftpflichtversicherung finanziellen Schutz vor Personenschäden, Sachschäden und – wie bereits genannt – Vermögensschäden. Ein Vermögensschaden ist zum Beispiel ein Erwerbsausfall. Der Versicherte ist durch eine Berufshaftpflichtversicherung geschützt, wenn ein Kunde oder Patient in seinen Geschäftsräumen ausrutscht und sich beim Sturz verletzt. Je nach Inhalt der Police haftet die Versicherung auch bei der Beschädigung von Kleidung und Kraftfahrzeugen von Mandanten oder Klienten.

Als Besonderheit gibt es bei der Berufshaftpflichtversicherung zu beachten, dass es zwei Definitionen von Vermögensschaden gibt: einen „echten“ und einen sogenannten „unechten“ Vermögensschaden. Letzterer, der unechte Vermögensschaden, bezieht sich auf Einkommensminderungen oder Reparaturkosten. Der „echte“ Vermögensschaden trifft zu, wenn tatsächlich ein finanzieller Schaden entsteht. Das geschieht beispielsweise durch Versäumen einer Fristeinhaltung.

Für wen die Berufshaftpflichtversicherung geeignet ist

Der Gesetzgeber hat manche Berufsgruppen verpflichtet, eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen. Diese sind meist selbstständig in Praxen oder Büros tätig. Dazu gehören Ärzte/Zahnärzte, Architekten, Steuerberater, Ingenieure, Treuhänder und Rechtsanwälte. Auch Dolmetscher/Übersetzer unterliegen der gesetzlichen Versicherungspflicht. Eine Berufshaftpflichtversicherung kann jedoch ebenso für andere freiberuflich Tätige von Nutzen sein. Als Geschäftsinhaber ist der Versicherte gegen berechtigte Schadensansprüche von Dritten abgesichert. Diese Ansprüche inkludieren nicht das Inventar oder Praxis- und Büroräume selbst. Dafür ist eine zusätzliche Inhaltsversicherung zuständig.

Vorteile der Berufshaftpflichtversicherung

In einem Versicherungsfall haftet der Schadenverursacher mitunter uneingeschränkt. Das kann für ein kleines Unternehmen den finanziellen Ruin bewirken. Eine Berufshaftpflichtversicherung schließt dieses Risiko aus. Schon eine geringe Versicherungssumme bietet dem Selbstständigen wertvollen Schutz.

Nachteile der Berufshaftpflichtversicherung

Die richtige Berufshaftpflichtversicherung zu finden ist schwierig. Die Begrifflichkeiten und Details einer Police sind äußerst umfangreich. Die Tarifbedingungen der Versicherer überschneiden sich teilweise. Die Versicherung soll sich im Schadensfall für die Versicherten positiv auswirken. Aufgrund dessen ist eine ausführliche und persönliche Beratung angebracht. Ein Zahnarzt benötigt selbstverständlich andere Inhalte in seiner Berufshaftpflichtversicherung als ein Handwerkermeister, der Fliesen verlegt.

Kriterien für den Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung

Durch eine Selbstständigkeit entstehen Haftungsrisiken. Sie könnten die Existenz bedrohen. Freiberufler und gesetzlich Verpflichtete sollten bei der Auswahl ihrer Berufshaftpflichtversicherung folgende Kriterien beachten:


  • die genaue Berufsbezeichnung auswählen. Ein Hausmeisterservice benötigt ein anderes Versicherungspaket als ein Heilpraktiker. Die Beiträge sind daher unterschiedlich teurer. Nicht alle Versicherer bieten alle Berufszweige an.
  • die Höhe des fälligen Tarifes. Sie variiert teilweise bei gleichem Leistungsumfang. Zu berücksichtigen sind branchentypische Schadensfälle.
  • die mit im Unternehmen/der Praxis tätigen Mitarbeiter. Voll- oder teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter können die Kosten der Berufshaftpflichtversicherung erheblich verändern.
  • den Jahresumsatz des Unternehmens/der Praxis. Die Tarife der Versicherung variieren darauf hin.
  • die Gesprächsbereitschaft und Beratungskompetenz des Versicherers. Es handelt sich um eine komplizierte Versicherung, deren Begrifflichkeiten komplex sind. Hierbei sollte die Versicherung ausführlich und sachlich korrekt arbeiten.
  • Mitversicherung von Niederlassungen: manche Versicherer inkludieren Zweigstellen kostenfrei, sogar im Ausland. Bei anderen ist dieser Punkt kostenpflichtig.
  • diverse Tarifoptionen: es gibt Versicherungsangebote mit und ohne Selbstbeteiligung. Einige Policen enthalten die Versicherung von Eigenschäden, dazu gehören unter anderem Reputationsschäden oder die Blockierung der Website.
  • die Zahlweise: die Kosten werden teilweise günstiger bei jährlicher Zahlung des Versicherungsbeitrages. Oft sind mehrere Zahlungsmodelle möglich bzw. attraktiv.
  • die Deckungssumme: Rechtsanwälte müssen bei Zulassung eine Berufshaftpflichtversicherung mit einer Mindestdeckung von 250.000 EUR vorlegen. Im Laufe der Jahre erhöht sich die Anzahl der Mandanten. Mögliche Streitwerte steigen an und die Deckungssumme wird entsprechend angepasst/erhöht. Je nach Berufszweig muss hier eine vernünftige Grundlage definiert werden.

Tipps

Viele Berufshaftpflichtversicherungen schließen eine Privathaftpflichtversicherung für den Versicherungsnehmer und seine ganze Familie mit ein. Diese kostet häufig nichts extra. Sie kann deshalb eine bereits bestehende Privathaftpflichtversicherung ablösen. Dieses Detail sollte der Versicherte jedoch vor Kündigung einer vorhandenen Privathaftpflichtversicherung genau studieren – besonders im Hinblick auf mögliche Leistungsunterschiede. Denn auch im privaten Bereich sollen durch eine Berufshaftpflichtversicherung keine Nachteile entstehen.

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